Geboren 1975 in Berlin, kam ich recht früh mit der Natur meiner Umgebung am Stadtrand in Kontakt. Schnell entwickelte sich eine enge Verbundenheit insbesondere mit der Insektenwelt. Ich staunte über bunte Schmetterlinge, schillernde Rosenkäfer, Wiesen voll zirpender Heuschrecken und bizarr anmutende Raupen, die des öfteren auch bis zum fertigen Falter aufgezogen wurden, um die faszinierende Entwicklung miterleben zu können.

 

Mit meiner ersten Spiegelreflexkamera, ungefähr im Alter von sechzehn Jahren, begann ich die Insektenwelt auch fotografisch festzuhalten. Stolz war ich auf diese Aufnahmen ohne Frage, auch wenn sie rückblickend betrachtet kaum mehr als dokumentarische Knipsereien waren.

 

Erst mit dem Umstieg auf das digitale System Ende 2008 begann eine anhaltende, noch intensivere Beschäftigung mit der Fotografie und der Bildbearbeitung, die mittlerweile einen großen Teil meiner Freizeit beanspruchen. Das Ergebnis sind nunmehr - aus meiner Sicht - vorzeigbare Aufnahmen, die ich auf dieser Homepage präsentiere.

 

Die Aufnahmen entstehen teilweise in der unmittelbaren Umgebung meines Wohnortes, die einfach und schnell mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Weitestgehend verzichte ich auf die Benutzung des Autos, um zu den Aufnahmeorten zu gelangen. Nach meiner Meinung sollte gerade auch die Naturfotografie die verbliebene Natur nicht beeinträchtigen.

 

Sehr viele Bilder weitere Bilder mache ich darüber hinaus im Urlaub, auch dort aber möglichst umweltverträglich, also ohne Fernreisen oder Flieger.

 

Für die Bilder unter diesem Text geht ein herzlicher Dank an Johanna Abert und Gregor Faller, die mich fotografierten, wo ich mich während der Aufnahmen meist aufhalte: bodennah und mittendrin.

 

 

© 2014 Johanna Abert (http://www.johanna-abert.de/)
© 2014 Johanna Abert (http://www.johanna-abert.de/)
© 2018 Gregor Faller
© 2018 Gregor Faller

Philosophie


Meine Bilder sollen nicht primär dokumentarischen, sondern in erster Linie ästhetischen Ansprüchen genügen. Ich möchte mit ihnen dennoch ein - zwar idealisiertes - aber weitgehend zutreffendes Abbild der Natur zeigen. Daher versuche ich möglichst auf das komplette Umgestalten des Aufnahmeortes zu verzichten und bei Insektenaufnahmen auch den vorgefundenen Ansitz nicht zu verändern. Das schließt jedoch nicht aus, dass durchaus störende Elemente wie kreuzende Halme, Blätter oder Zweige und dergleichen, soweit möglich, aus dem Bildfeld entfernt werden. Dies erfolgt in den meisten Fällen durch vorsichtiges Wegbiegen von Pflanzenteilen, ohne dass lebende Pflanzen geschädigt werden.

 

Es kann sein, dass der eine oder andere Besucher über verschiedene Bilder verwundert ist, die Schmetterlinge nicht ausschließlich auf einer Blüte sitzend zeigen, sondern am Boden, auf Steinen oder Baumrinde. Willkommen in der Realität! Auch wenn man beim Anblick einiger Fotoforen einen anderen Eindruck erlangen könnte - es gibt nun einmal Arten, die fast an Blüten zu sehen sind. Und diese werden dann von mir auch nicht auf Blümchen drapiert präsentiert, sondern so, wie es ihrem tatsächlichen Verhalten entspricht.

 

Technik

 

Ich begann mit dem Minolta Spiegelreflex-System, von der 3xi über die 5xi zur 700si, ergänzt durch eine gebrauchte 9000 AF.

 

Derzeit kommen die aktuellen Sony-Vollformat-Modelle mit A-Bajonett zum Einsatz, etwas seltener die a77II als APS-C-Kamera.

 

Anfangs benutzte ich Nahlinsen am Standard-Zoom, leistete mir bald darauf aber aus Qualitätsgründen mein erstes Makroobjektiv. Mittlerweile ist der Objektivbestand um einiges umfangreicher, wenngleich einige Objektive nur selten im Gebrauch sind. Zur Zeit sind das 3,5/180mm Makro von Sigma und das Zeiss Sonnar 1,8/135mm meine "immerdrauf"-Linsen. Auch einige ältere lichtstarke Minolta-Festbrennweiten verwende ich recht gern.

 

Fokussiert wird beinahe ausschließlich manuell, weil ich ohnehin überwiegend statische Motive fotografiere und den genauen Fokusbereich auf diese Weise besser steuern kann.

 

Die Bildbearbeitung erfolgt überwiegend mit Photoshop Elements und Lightroom und beschränkt sich in der Regel auf Optimierung von Belichtung, Tonwerten, Farbe, Kontrast und im Bedarfsfalle das Entrauschen des Hintergrundes und Stempeln von Sensorflecken. Stärkere Eingriffe (Stempeln von bildbestimmenden Elementen, Weichzeichnen des Hintergrundes, Montagen usw.) praktiziere ich nicht. Das, was auf den Bildern zu sehen ist, ist ausschließlich mit fotografischen Mitteln entstanden und nicht durch die Bildbearbeitung hinzugefügt, entfernt, verändert oder verfälscht.

 

Marcus Rimpel, Stand: August 2019