Aktuelle Aufnahmen oder einfach das, womit ich mich gerade beschäftige, gibt es an dieser Stelle zu sehen.

 

Die letzten 30 Blogeinträge werden hier angezeigt, alles Ältere ist über die Archiv-Links zu finden. Die älteren Beiträge sehen teilweise jedoch von der Formatierung recht eigenartig aus. Nach jedem Update wurden durch Jimdo ungefragt die alten Blog-Posts mit den neuen Formatierungen überschrieben. Ist doof, mir aber zu zeitaufwändig, den alten Kram manuell neu zu formatieren.

 

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Ausstellung in Karlsruhe - 04.03.-29.04.2019

Gibt demnächst mal wieder Bilder von mir außerhalb vom Netz zu sehen. Endlich kann ich mal den Apollo da oben in groß zeigen. Und einige andere in nicht ganz so groß:

 

Vom 04.03. bis 29.04.2019 hängen einige meiner Aufnahmen im Artino Galerie-Café in Karlsruhe, Waldstr. 61 (direkt am Ludwigsplatz). Kann man dann hingehen und anschauen. Oder kaufen. Oder beides. Oder Kuchen essen und Kaffee trinken und nicht hinschauen, geht ja prinzipiell auch. Wobei das ja denn irgendwie am Sinn der Sache vorbeiginge.

 

Die Bilder sind noch nicht endgültig ausgesucht (außer der Apollo da oben). Aber so was in die Richtung wird das wohl werden, hauptsächlich FineArt-Prints:

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Die Fortsetzung der Resteverwertung

Das könnte ich noch monatelang machen ;D...

 

Paar Apollobilder sind wieder fertig. Alpen, Spätsommer, kennt ihr ja schon. Gibt sonst nix zu schreiben, zu dem Thema.

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Die wie in jedem Winter übliche Resteverwertung

Hallo zusammen, (nicht mehr ganz so) neues Jahr und wie üblich alte Bilder. Resteverwertung eben, kennt ihr ja schon. So langsam hab ich wieder Lust, die Kamera herauszukramen und mal wieder was zu fotografieren. Fehlen nur noch die (meine) Motive und auch so was wie Zeit. Ich bin aber immer noch dran, die Bilder vom letzten Jahr zu bearbeiten. Sortiert und unnötige gelöscht hab ich inzwischen fast alle, es sind aber dennoch zu viele übrig geblieben, von denen ich mich nicht trennen möchte.

 

Von den Perlmuttfaltern aus den Alpen hatte ich schon welche gezeigt. Heute ein zweiter Schwung mit einigen Hintergrund-Variationen. Viel Spaß!

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Schluss is

Ein letzter Post für dieses Jahr, bevor´s denn komplett rum ist. Nun entgegen meines dummen Geschreibsels von neulich doch noch so´n Rückblick vielleicht? War ja nun wirklich alles andere als schlecht, das Jahr, das fast komplett rum ist. Will ich dieses Jahr mal die übliche Meckerei und das Gejammer sein lassen. Hätte ich auch nicht gedacht, dass so was mal passiert. Aber so komplett ohne asoziale Netzwerke lebt sich das digital extremst entspannt, kann ich tatsächlich empfehlen!

 

Aber gut, was war denn so los, dieses Jahr?

 

Fotografiert hab ich. Ist nicht überraschend. Zuviel hab ich fotografiert, ist irgendwie auch nicht überraschend. Wenig zu Hause und viel unterwegs, wie auch schon im Vorjahr. Aber doch etwas mehr zu Hause, als im Vorjahr.

 

Zu Hause gab´s zu Beginn endlich mal wieder paar Blausternfotos. Ging richtig früh los mit denen, Mitte Februar schon. Da sah´s noch aus, als würde das ein extrem früher Frühling. Und denn wurde das noch mal kalt, als die Blausterne schon da waren. Und immer, wenn es morgens Reif gab, hatte ich keine Zeit. Nu ja, 2019, da ist wohl auch wieder ein Frühling mit dabei. Und an sich hab ich ja doch schon ausreichend Blausternfotos. Über die Blausterne im Schnee hab ich mich gefreut, die waren neu. Über den Schnee nicht gar so, war aber zum Glück nicht sehr hartnäckig. Mit den üblichen Schlüsselblumen war´s nicht so dolle, dafür gab es zur Abwechslung mal einige Schneeglöckchen:

Provence - Bouches-du-Rhône

Da ging es Ende März hin, der Orchideen wegen. Riesenknabenkräuter haben mich interessiert und Ragwurze. War etwas schwierig, einen Campingplatz zu finden, in der richtigen Gegend, der bereits vor dem 01.04. geöffnet war. Hat aber noch geklappt. Das Wetter war genial, fast kein Regen, dafür aber Wind und teilweise Sturm ohne Ende und trotzdem angenehm warm. Das Fahrrad hatte ich wie immer dabei, um nicht immer auf das Auto angewiesen zu sein und dennoch genügend lohnende Stellen ansteuern zu können, an denen mit Orchideen zu rechnen war. Weil Autofahren in Südfrankreich ist nicht immer so richtig entspannend. Da bin ich durchaus froh, das nicht jeden Tag zu haben. Jedenfalls gab das Orchideen ohne Ende und am Ende des Urlaubs hatte ich - trotz Sturm, der mir recht zuverlässig die Mehrzahl der Aufnahmen verdarb - eine durchaus ansehnliche Zahl gelungener Orchideenaufnahmen zusammen. So viele, dass die noch immer nicht alle bearbeitet sind. Osterluzeifalter hab ich auch noch gefunden und einige hübsche Iris und Narzissen. Muss ich unbedingt wieder hin...

Schmetterlinge zu Hause

Zurück aus der Provence ging das denn auch hier mit dem Frühling los und einem Schmetterlingsprojekt der Naturfreunde Rastatt. Hab ich mitgemacht, weil das ja irgendwie vor der Haustür ist. Und wenn ich denn schon mal anderen Verrückten mit meiner Verrücktheit auf die Nerven gehen kann, denn muss diese Chance auch genutzt werden. Fotografiert wurde dafür ziemlich ausschließlich in Rastatt und den direkt angrenzenden Ortschaften und dafür, also ein recht eingegrenztes Gebiet, gab es ein imposantes Ergebnis von deutlich mehr als 100 fotografierten Arten bis zum Herbst. Ich hab nicht so viele gefunden, so um die 25 werden das gewesen sein, ungefähr. Aber ist schön zu wissen, dass prinzipiell direkt vor der Haustür noch erheblich mehr zu finden ist, als das, was man schon kennt.

Nicht direkt zum Projekt, aber thematisch passend, hab ich noch einen Vortrag über heimische Schmetterlinge zur Mitgliederversammlung unseres Umweltvereins gehalten und im Mai eine Exkursion geleitet. War schön, vor allem, weil das Wetter auch gepasst hat. Das Projekt geht nächstes Jahr weiter. Mal schauen, wie viel Zeit ich dafür finden werde.

Korsika

Im Juni ging es dann in den Familienurlaub nach Korsika. Der erste Eindruck nach dem Urlaub: Schön da, muss ich aber nicht jedes Jahr hin. Mit etwas Abstand würde ich sagen, doch, fahr ich schon nochmal hin, irgendwann. Vielleicht mal im April, der Orchideen wegen. Weil die meisten doch schon ziemlich verblüht waren. Gefreut habe ich mich über die Korsischen Schwalbenschwänze und die doch recht hübschen Felsküsten im Norden. Nicht gefreut hab ich mich über die Autofahrerei auf den Gebirgsstraßen, die des Gegenverkehrs und diverser Haustiere auf der Straße wegen zuweilen sehr "interessante" Momente hatte. Ansonsten kann man da, wenn man denn den jeweils richtigen Augangspunkt endlich erreicht hat, ziemlich gut wandern oder Mountainbiken. Und zumindest die Nebensaison ist, abseits der Sandstrände in Stadtnähe, auch für meinen Geschmack noch erträglich, was die Menschendichte angeht.

Orchideen zu Hause

So parallel zu den Schmetterlingsexkursionsverbereitungen und daher schon vor Korsika hab ich auch mal zwei oder drei Tage nach den Orchideen bei mir in der Gegend geschaut. Also direkt bei mir in der Gegend war nicht so toll, auch weil im entscheidenden Moment mal wieder das Wetter nicht passte. Aber im etwas erweiterten Radius gab es dieses Jahr wirklich viele Orchideen zu sehen. Mein Lieblingsbild entstand dabei ungeplant mehr aus Zufall. Fotografieren wollte ich Brandknabenkräuter mit aufgehender Sonne im Hintergrund. Hat nicht so richtig gepasst, weil die auf freier Fläche zu intensiv leuchtete, die Sonne. Die Hummelragwurzgruppe stand hinter einem Gebüschstreifen, die Sonne wurde durch die Blätter gefiltert und war damit erträglich soft. Sind eine ganze Reihe Bilder geworden, mit viel Sonnengekringel im Hintergrund und so richtig kann ich mich immer noch nicht entscheiden. Muss ich aber wohl auch nicht.

Schmetterlinge in der Provence

Schon wieder Provence - kann man nichts machen. Nach einigen Fehlschlägen in den letzten Jahren wollte ich endlich mal die Südlichen Schwalbenschwänze sehen und bin gezielt zur hoffentlich richtigen Zeit Ende Juni noch mal in die Provence gefahren. War die richtige Zeit. Und die richtige Stelle. Die allerdings hatte ich aus den Netz. Und vorsichtshalber auch noch einige andere, sicher ist sicher. War so was von cool, die Tiere denn gleich beim ersten Anlauf mal live zu sehen. Gut, Fotos waren fast unmöglich, weil die sich gar nicht hinsetzen. Aber die schlafen mit offenen Flügeln, wenn man sie denn findet. Ist nicht so leicht in einem eher weitläufigen, locker bewachsenen Habitat. Aber ein Fotofreund fand dann zwei Männchen ruhend und ich konnte am nächsten Morgen auch Bilder von ihnen machen. Hach. War wieder Kackwind, aber egal. Ich fotografierte denn auch noch paar andere Arten und fuhr über Alpen und Jura, jeweils mit Fotostopps von einigen Tagen wieder zurück. War inzwischen schon gut warm und trocken, in der Provence. Aber kein Vergleich zur Hitze und Trockenheit zu Hause.

Apollos

Und denn war da ja noch was. Das mittlerweile Übliche - Apollos. Die hab ich in der Provence auch fotografiert. Und im Verdon-Tal auf der Rückfahrt aus der Provence und im Piemont auf der Rückfahrt aus dem Verdon-Tal und im Jura auf der Rückfahrt aus dem Piemont. Huiuiui. Waren ganz schön viele. Und kaum war ich wieder zu Hause ging es über ein verlängertes Wochenende nach Bayern, zu den Apollos. Und im August zum Wandern in die italienischen Alpen. Gab aber auch dort Apollos. Ungeplante, dafür aber mit hübscher Umgebung. Und als ich denn aus den Alpen zurück war, hatte ich keine Lust mehr zu fotografieren. Hat irgendwie seitdem angehalten, aber gab ja auch schon wieder genug anderes zu tun. Arbeiten zum Beispiel, muss ja gelegentlich auch sein. Und denn waren da noch die beiden Ausstellungen, die auch noch einiger Vorbereitung bedurften. Waren einigermaßen anstrengend, die beiden Wochenenden im Oktober und November, besonders das im Elsass. Aber so mit Abstand tät ich sagen, hat mir das dennoch ziemlich gut gefallen. Mach ich vielleicht nächstes Jahr wieder, mal sehen. Ist ja noch Zeit.

Ausblick

Was kommt 2019? Also bestimmt zu viele Fotos. Es steht zu befürchten, dass ich mich nicht bessern werde. Ich weiß noch nicht, zu welchen Apollos ich will, die im Vercor wären vielleicht nicht verkehrt. Oder auch mal wieder welche in der Schweiz. Fest steht nur, dass mich die Apollobilderschwemme dieses Jahr nicht wirklich abgeschreckt hat. Daher wird es wohl auch nächstes Jahr (hoffentlich) wieder einige Bilder von meinem Lieblingsfalter geben.

Orchideen müssen auch sein. Im April werde ich wohl mal wieder das Mittelmeer in´s Auge fassen, vielleicht auch nochmal im Mai. Und Gotland steht wieder auf dem Plan, da hab ich ja den Süden noch gar nicht gesehen. Im Sommer weiß ich noch nicht, was sein wird. Kurztrips in die Alpen oder mal etwas länger in die Pyrenäen? Keine Ahnung. Zwischendurch würde ich mir das Elsass auch endlich mal etwas näher anschauen wollen, vor allem die Orchideen. Und das Schmetterlingsprojekt wird räumlich bis in den Schwarzwald ausgedehnt, wird also definitiv nicht langweilig. Falls es den Sommer komplett durchregnet, hätte ich prinzipiell aber auch noch genügend Bilder aus diesem Jahr zu bearbeiten.

Was ich auf jeden Fall machen muss, ist die Ochideengalerien hier auf der Seite endlich in Ordnung zu bringen und anständig zu strukturieren. Da sind mittlerweile so viele Aufnahmen drin, dass es arg unübersichtlich wurde. Ein erster Schritt ist getan, zufrieden bin ich noch nicht komplett.

 

Also denn - rutscht alle gut rüber nach 2019!

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Cleopatra

Ein Cleopatra-Falter flatterte mir in der Provence beim Wandern vor den Füßen herum. War nicht so sonnig, an dem Tag, also setzte er sich nach einigem Flattern auf eine riesige Bonsai-Kiefer. Da blieb er denn für einige Aufnahmen sitzen. Jetzt hab ich einige Aufnahmen vom Cleopatra-Falter. Also gut, einige zu denen dazu, die ich ohnehin schon hatte.

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Servicehighlights

Tach zusammen. Heute mal keine Bilder. Ich wollte ja noch was schreiben, zu einer Geschichte, die sich im Frühjahr zutrug. Hab ich dem Servicemitarbeiter versprochen, dass ich das täte. Hab ich an sich zwar gar keine Lust zu, aber vielleicht ist es ja interessant, für andere.

 

Ich hab ein Stativ. Also an sich nun nicht nur eins, aber zumindest eines, das ich die letzten Jahre ziemlich intensiv genutzt habe. Als mir mein 25 Jahre altes Manfrotto 055 zu schwer und zu sperrig und zu wenig bodentauglich ward, hab ich mich mal umgeschaut, was man denn da so machen könnte. Bin ich auf so ein hübsches Carbonstativ gestoßen: Leicht und ganz gut zu transportieren und vor allem auch in Tests überzeugend stabil. Als ich denn auch einen zufriedenen Nutzer noch persönlich kennenlernte und das Teil live begutachten konnte, war ich überzeugt: Ein Sirui M-3204 sollte es sein. War zwar nicht billig, aber zumindest im Vergleich zum damaligen Rest des Marktes doch preiswert. Lässt sich richtig bodennah nutzen, ohne nerviges Umdrehen der Mittelsäule, hat eingbaute Spikes, die sich herausdrehen lassen und eine Gesamthöhe, die sich auch für Landschaftsaufnahmen eignet. Gut, so Schraubverschlüsse an den Beinsegmenten waren noch nie meins und die Klemmhebel bei Manfrotto gefallen mir noch immer deutlich besser, aber was willste machen? Hab ich mir also so ein Teil bestellt und war seither ziemlich glücklich.

 

So im Laufe der Jahre hat das denn den einen und anderen Kratzer bekommen und irgendwann fingen die Gummis an den Drehverschlüssen der Beinsegmente an, sich zu verabschieden. Als die ersten beiden weg waren zerbröselte im Innern eines der Beine auch noch so eine dünne Plastik-Verdrehsicherung. War doof, weil fortan das Beinsegment frei drehbar war und und sich auch noch komplett herausziehen ließ, wenn man nicht aufpasste. Stabil war es trotzdem noch, nur eben eher nervig. Als ich denn genug genervt war, hab ich mich mal im Internet umgetan, ob es nicht eine Lösung für die Probleme gäbe und fand sowas wie eine Serviceadresse. Dachte ich anfangs zumindest. Frohen Mutes füllte ich das Sirui Europe Serviceformular online aus, schrob dazu, was das Problem sei und schickte es ab. Also genau genommen schrob ich, ich würde gern das defekte (zerbröselte) Platikteil erwerben und auch einen kompletten Satz Gummis für die Beinsegemente haben, da ich den baldigen Tod der restlichen Gummis befürchtete.

 

Nach einigen Tagen (drei waren es, glaube ich), erhielt ich Antwort:

 

"Guten Tag Herr Rimpel, vielen Dank für Ihre Nachricht. Bitte senden Sie mir noch die Rechnung des Stativs. Mit freundlichen Grüßen (...)"

 

Ähm, ja, gut. Rechnung? Hatte ich irgendwo, aber keine Lust zu suchen und in meinen Mails war sie nicht (mehr) abgelegt und das Stativ war ja nun über den Daumen auch schon sechs Jahre alt und außerdem wollte ich die Ersatzteile doch ohnehin kaufen. Wozu also eine Rechnung? Schrieb ich denn zurück:

 

"Sehr geehrte(...),

 

das Stativ habe ich Ende 2013 gekauft (Internet), die Garantie ist also ohnehin schon lange abgelaufen. Ich habe gerade erfolglos mein Mailsystem nach der damaligen Rechnung durchsucht.

 

Gibt es bei dem Modell verschiedene Spezifikationen? Falls Sie genauere Angaben bräuchten, die ich am Stativ selbst oder am Karton (den hab ich noch da) ablesen kann, geben Sie mir kurz Bescheid.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Marcus Rimpel"

 

War ja nun alles geklärt und ich hoffte auf eine Mail mit den Kosten für die Teile, die ich brauchte. Kam aber anders. Sechs Tage später kam diese Antwort:

 

"Guten Tag Herr Rimpel, die Garantie beträgt 6 Jahre. Ohne Rechnung kann ich Ihnen leider nicht helfen. Mit freundlichen Grüßen (...)"

 

Ja isses denn wahr?!? Ich will Ersaztzteile kaufen, keine Garantie, kein nix, sondern ein funktionierendes Stativ und der Service des Herstellers KANN mir nicht helfen? Also gut, hab ich die blöde Rechnung gesucht. Und sogar gefunden, das will was heißen. Ich heb ja vieles auf, nur eben nicht immer die Sachen, die man noch mal brauchen könnte. Hab ich ein Foto gemacht, von der Rechnung und an die Antwortmail drangehängt. Das war nach drei Tagen, manchmal dauert´s denn auch bei mir länger. Garantie war noch drauf, auf dem Stativ, also sollte ja nun alles noch viel besser gehen, als von mir am Anfang gedacht:

 

"(...)sehr geehrte Damen und Herren,

 

beigefügt erhalten Sie die nunmehr aufgefundene Rechnung aus dem Jahr 2013. Der von mir ursprünglich beabsichtigte Erwerb der Ersatzteile sollte damit aus Garantiegründen nicht erforderlich sein. Obschon mir nicht einleuchtet, aus welchem Grund Sie mir ohne Vorlage einer Rechnung nicht weiterhelfen wollten, bin ich nunmehr ob Ihres Hinweises auf die noch geltende Garantie sehr froh, die Rechnung gefunden zu haben. Die Adresse für die Zusendung der von mir benötigten Ersatzteile entnehmen Sie bitte dem beigefügten Dokument. Sollten weitere Probleme auftauchen, die einer Abwicklung meiner Serviceanfrage entgegenstehen, bitte ich um entsprechende Benachrichtigung.

 

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Ich bin an einem funktionierenden Stativ interessiert und würde ungern wegen einer gebrochenen Plastikbuchse eine komplette Neuanschaffung vornehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Rimpel"

 

Es gab eine Antwort auf diese Mail. Am gleichen Tag, das hat mir gut gefallen. Sogar eine (irgendwie) hilfreiche. Ich lernte jetzt nämlich etwas wichtiges. Die Serviceadresse, die ich benutzt hatte, war für mein Anliegen zuständig! Jippie! Kann´s denn noch besser laufen?:

 

"Guten Tag Herr Rimpel,

 

erst einmal ein kurzer Auszug von unser Website:

 

Nicht zuständig ist die SIRUI Europe GmbH für folgende Länder Europas:
Niederlande, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Italien, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Island, Litauen, Estland, Russland, Weißrussland, Ukraine, Polen

 

http://www.sirui.de/de/service/garantie/

 

Es gibt 3 Distributoren, die für Europa zuständig sind. Wir, die SIRUI Europe GmbH, sind einer davon.

 

Ich brauche bitte zum ersten genannten Fehler ein paar Fotos, um sicher zu gehen welche Teile gemeint sind.

 

Zwecks den Gummiringen, wieviele sind defekt? Ein kleiner Tipp: Sollten sich die Ringe lösen, können Sie dünnes doppelseitiges Klebeband benutzen damit diese wieder halten.

 

Mit freundlichen Grüßen (...)"

 

Also gut. Jetzt nur nicht nervös werden und den Mitarbeiter verärgern. Nicht, dass er es sich noch anders überlegt. Hab ich die Fotos vom noch nicht zerbröselten Plastikteil und den Beinen mit den fehlenden Gummis gemacht und am folgenden Tag weitergeschickt:

 

"(...)sehr geehrte Damen und Herren,

 

anbei erhalten Sie einige Bilder zur Illustration der Defekte:

 

  • Foto der fehlenden Gummiringe (zwei Stück sind eingerissen und dann in der Folge verloren gegangen – mittlerer und kleiner Ring)
  • Foto Ende zweites Beinsegment ohne den Plastikeinsatz (Verdrehsicherung)
  • Foto des noch vorhandenen Plastikeinsatzes – hier sollten zwei solcher Einsätze vorhanden sein, einer ist zerbrochen und somit nicht mehr vorhanden

 

Die restlichen Gummiringe sitzen fest, Klebeband ist dort nicht erforderlich. Es steht aber zu befürchten, dass auch hier in nächster Zeit wieder Risse auftreten und weitere Ringe komplett verloren gehen.

 

Der Plastikeinsatz betrifft eines der beiden festen Stativbeine (nicht das Einbeinstativ) und befindet sich im obersten Beinsegment. Er sichert das zweite Beinsegment gegen verdrehen beim Feststellen und verhindert, dass dieses komplett herausrutscht.

 

Sollten Sie andere Bilder benötigen, bitte ich um kurze Rückmeldung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Rimpel"

 

Nun dachte ich, alles sei geklärt und der freundliche Postbote würde mir demnächst denn die Ersatzteile in den Briefkasten werfen. Dachte ich. War nicht so. Nach fünf Tagen erhielt ich Antwort. Per Mail, nicht per Post wie erhofft und auch irgendwie ohne die Teile:

 

"Guten Tag Herr Rimpel,

 

ich kann Ihnen die Halbschalen und die 2 Gummiringe für 9,90€ inkl. Versand anbieten.

 

Zahlbar per PayPal mit dem Hinweis Shims MR an info@sirui.de

 

Mit freundlichen Grüßen (…)"

 

Hääääää?! Wieso denn nun kostenpflichtig? Wozu der Aufwand mit der Rechnung und der Hinweis auf die bestehende Garantie? Hätten wir doch schon am Anfang auf diese Weise regeln können, ohne Nerverei und zig Mails hin und her? Nun, nein. Ging wohl nicht. Hab ich also bezahlt, per Paypal. Interessant, aber ich wollte die Teile haben und kein neues Stativ kaufen müssen.

 

Ging dann richtig schnell und zwei Tage später hatte ich einen Luftpolsterumschlag mit den Plastikteilen und zwei (!) Gummiringen für die Beine im Briefkasten. Zur Erinnerung: Ein kompletter Satz war das, was ich wollte, weil ja auch die anderen Ringe nun schon älter und älter und poröser wurden. Was auch nicht dabei war, war eine Rechnung. Schade. Ich wollte doch so gerne wissen, wofür ich die 9,90 Euro inkl. Versand bezahlt hatte. Hab ich also mal nachgefragt, nach der Rechnung. Und fünf Tage später gleich noch einmal, weil nun gar keine Antwort mehr kam. Dann bekam ich sie, per Mail. Endlich! Was stand drauf?

 

"2 Gummiringe, Stückpreis 4,95 Euro"

 

Oha! Ist jetzt halt blöd, dass über den Sommer wie erwartet ein weiterer Gummiring einriss und verschwand und ich an sich schon wieder einen neuen bräuchte. Und ein Stativbein lockerte sich an der oberen Befestigung und ich hab kein Ahnung, wie das da befestigt ist und eventuell repariert werden könnte. Nur hab ich jetzt absolut keine Lust mehr, an die für mich zuständige Serviceadresse zu schreiben. Weder wegen des Gummis, der fehlt, noch wegen des Beins, das (vielleicht) noch unter die Garantie fällt. Wäre vielleicht ganz einfach, aber ich kauf mir im Frühjahr nun doch ein neues Stativ. Keine Lust mehr, auf Theater. Hat vielleicht Methode, keine Ahnung, ich versteh das Drama nicht, das da veranstaltet wurde. Wäre ja an sich gar nicht so schwer, die Sache mit dem Service.

 

Schwer hingegen dürfte das werden, mich jemals wieder zu überzeugen, einen Artikel von Sirui zu erwerben. Also genau genommen nicht schwer, sondern eher ziemlich unmöglich. Das mach ich nicht nochmal mit. Hab schon ein anderes Stativ im Blick, mal sehen, ob ich da was zu schreibe. Das muss ich nach dem Kauf denn doch erst mal eine Weile testen. Bleibt spannend. Zur Not hab ich noch das Manfrotto-Alu-Monster von vor 25 Jahren. Kannste alles schön verschrauben, was locker ist, nur nicht den ganzen Tag tragen. Irgendwas ist immer.

 

Fazit? Pech gehabt. Wird vielleicht auch beim nächsten Hersteller nicht besser. Sehe ich dann in fünf bis zehn Jahren. Je nach Garantiedauer. Die nächste Rechnung hebe ich auf. Sirui hatte seine Chance - leider nicht genutzt, kauf ich eben bei der Konkurrenz.

 

Schöne Weihnachten!

 

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Himantoglossum robertianum - Teil 2

Diesen zweiten Teil hatte ich vor langer Zeit mal angekündigt. Hier isser nun endlich. Der Hauptgrund für meinen Provence-Trip im März, die Riesen-Knabenkräuter. Mein Interesse hat sich vor Ort denn zwar recht schnell mehr in Richtung Ragwurze verschoben, weil die Riesen-Knabenkräuter fast überall zu sehen waren, schick sind die aber dennoch. Und auch, wenn ich nach den ersten Tagen aufgehört habe, die zu fotografieren, habe ich recht viele Bilder gemacht.

 

Ansonsten bin ich jetzt durch, zumindest mit dem (Aus-)Sortieren der Frühjahrs-Provence-Bilder. Mit dem Bearbeiten noch lange nicht. Sind gut 1000 Bilder übrig, die prinzipiell lohnend wären. Werde ich wohl nicht alle bearbeiten, wann auch? So viel zum Thema Einschränkung...

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Jahresrückblick

...war nur Spaß! Gibt dieses Jahr keinen Rückblick, glaube ich. Ich hab noch so viele Bilder, dass ich wohl die nächsten zwei Jahre lustig Blogartikel verfassen könnte, ohne nach draußen zu müssen. Sind heute mal wieder einige Provence-Ragwurz-Bilder aus dem Frühling fertig geworden.

 

Ich glaub, ich hab auch noch Apollos. Irgendwo ;). Ach und einen Erlebnisbericht über den grandiosen Service meines Stativherstellers wollte ich auch noch verfassen. Da brauch ich aber gute Laune für, sonst könnte der irgendwie negativ ausfallen. Mach ich noch dieses Jahr, hab ich mir fest vorgenommen.

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Haft, zu

War nix mit offen. Gab keine Sonne, zwei Stunden lang. Nur Wind. Und als sie denn raus kam, war´s schon so spät, dass er gleich abhob, der Haft. Ausgebreitete Flügel? Pah! Nu ja, wenige nicht verwackelte Aufnahmen sind es geworden und eine Art, die ich bisher nicht auf der Platte hatte: Libelloides ictericus corsicus. Die Unterart deutet irgendwie darauf hin, wo ich ihn fand: Korsika. Ziemlich klein und im Flug auch eher unscheinbar, weil nicht so markant gefärbt wie die größeren und häufigeren Arten. Und nicht mal einen deutschen Namen hab ich gefunden. Übersetzt hieße der wohl Korsischer Gelber Schmetterlingshaft. Ist aber nun auch nicht so wichtig, der deutsche Name.

Serapias cordigera

Eigentlich sahen die Herzförmigen Zungenstendel (Serapias cordigera) ja auch noch durchaus annehmbar aus, so im Rückblick. Also die auf den Fotos zumindest. War mein Eindruck, die seien alle hinüber gewesen, vielleicht doch zu sehr von den ganzen Pflanzen geprägt, die ich nicht fotografierte. Daher also heute ganz tolle und halbwegs unverblühte korsische Serapias cordigera.

Serapias lingua

Von den Serapias aus Korsika hab ich ja im Juni schon einige gezeigt. Die meisten waren schon verblüht und von den verbliebenen sahen an sich die Einschwieligen Zungenstendel (Serapias lingua) noch am besten aus. Die gefielen mir auch wegen der recht abwechslungsreichen Farbtöne ziemlich gut. Und weil sie ab und an mal in kleineren Gruppen zu finden waren. Mal schauen, ob ich nächstes Jahr in der Provence ein paar frischere finden kann. Bin gespannt.

Orchideenreste

Heute hab ich noch einige der Orchideen von der zweiten Provence-Tour und aus den Alpen von Ende Juni/Anfang Juli. Einige Fliegenragwurze aus dem Verdon-Tal und auch die Knabenkräuter (fuchsii?) sind von dort. Standen in einer Stromleitungsschneise im Wald. Ich hab sie zufällig bei einer Radtour entdeckt, als ich mir für die Mittagspause etwas Schatten suchte.

 

Die großen violetten Knabenkräuter sind Dactylorhiza incarnata incarnata var. hyphaematodes. Ziemlich stattliche Pflanzen waren das, teilweise gut 60 cm hoch. Gefunden hab ich die kurz vor der italienischen Grenze direkt am Straßenrand (im Straßengraben) und auch in den feuchteren Wiesenbereichen daneben so auf etwa 1.600m Höhe.

 

Die anderen Ragwurze sind vermutlich Schnepfen-Ragwurze. Oder Hybriden aus Bienen- und Schnepfenragwurz. Keine Ahnung, wie immer. Sind aus der Haute-Provence, da standen nicht mehr so viele herum.

 

Die letzten beiden Knabenkräuter sind von einem Pass im Mercantour-Nationalpark. Da bin ich nur durchgefahren, muss ich aber unbedingt mal länger hin. War richtig schön da oben. Ich würde mal sagen, das sind O. mascula und D. sambucina.

Des Wartens pastelliges Ende

Endlich wieder ein neuer Blogpost mit alten Bildern. Wurde ja auch Zeit. Für Apollos - gab ja ewig keine mehr. Die letzte Zeit war wegen der Ausstellungen etwas knapp, daher hat das jetzt einfach mal noch länger gedauert, als es sonst schon immer dauert. Ich bin aber dran, gelegentlich einige Bilder aufzuarbeiten, die liegen geblieben sind. Von den Apollos hab ich irgendwie unerschöpfliche Vorräte. Scheint mir zumindest so. Ich entdecke immer wieder welche, deren Bearbeitung doch lohnend erscheint. Die heutigen sind die aus dem Frühsommer aus dem französisch-italienischen Grenzgebiet, von denen ich schon mal einen ersten Schwung gezeigt hatte.

 

Und als Zugabe noch zwei Bilder aus la Wantzenau von Anfang November. Sind die Bilder drauf, die ich da ausgestellt hatte. Nur Handyfotos, hab keine Lust gehabt, die Kamera mitzunehmen. Aber so´n Schmachtphone hab ich mir nach dem Regentod des alten Handys nun doch zugelegt.

wieder Gegend

Ist momentan wenig Zeit zum Bildersortieren. Einige Korsika-Aufnahmen hab ich aber fertig. Die gibt es heute mal als Lebenszeichen. In drei Wochen wird´s denn vielleicht wieder etwas ruhiger, so dass ich Zeit finde, endlich wieder Apollos zu zeigen ;). Die Seeschwalbe ist noch aus dem letzten Jahr von Gotland übrig. Hab ich wieder entdeckt. Und auch noch einige hundert andere. Ist wieder Fotobuch-Zeit.

ganz was anderes ;)

Da hab ich doch glatt, als ich nach Bildern für das Fotofestival im Elsass suchte, auch welche gefunden. Welche, die noch nicht bearbeitet waren. Ist noch einiges da, an Vorräten. Ragwurze vor allem, hab ich noch immer ganz schön viele davon.

alexanor-Nachschlag

Ich hab noch einige Versionen von den Südlichen Schwalbenschwänzen bearbeitet. Nix wirklich Neues, aber wenn die Bilder schon mal fertig sind...

Jura

Aktuelle Fotos hab ich absehbar erstmal keine mehr, ist einfach keine Zeit. Ab und an geht das aber mit der Sortiererei der Bilder aus Frühling und Sommer etwas voran, so dass in loser Folge immer mal ein Blogpost drin sein sollte.

 

Im Jura hab ich nur für eine Nacht auf der Rückreise von der Provence- und Alpentour im Juni einen Zwischenstopp eingelegt. Die Stelle kannte ich von meinem Besuch im letzten Jahr und ich hatte auf Apollos gehofft. Hab ich ja kaum welche fotografiert dieses Jahr ;)...

 

Am frühen Abend flogen auch noch einige herum. Ich wartete. Sie setzten sich so nach und nach hin, als die Sonne verschwand, ich markierte mir die Stellen auf dem Plateau mit kleinen Stöckchen. Für den nächsten Morgen. Wetter sah gut aus. So gut, dass ich kurz überlegte, direkt draußen zu schlafen. Hab ich denn nicht gemacht, weil die Kühe noch auf der weitläufigen Weide waren. Hab ich im Auto geschlafen. Bis gegen drei Uhr. Denn hat es leicht angefangen zu regnen. Hab ich das Fenster im Auto zugemacht. Denn hat´s doller geregnet. Und noch doller. Und dann wurde das ein ordentliches Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm und allem Schnickschnack. Nur ohne Schlaf. Als die Sonne aufging, war´s wieder trocken, als wär nichts gewesen. Die markierten Apollos waren aber weg. Einen fand ich noch, der saß ziemlich blöd und wackelte im erneut aufkommenden Wind ganz ordentlich an seinem Halm. Irgendwann hab ich aufgegeben und bin im weiten Bogen zurück zum Auto. Da hab ich dann die restlichen Apollos gefunden: Saßen alle an der Felskante vom Plateau und waren dummerweise schon so gut aufgewärmt, dass die denn auch gleich losflatterten. Ist jetzt für mich nicht die weiteste Reise bis in den Jura, daher ist das auch nicht weiter schlimm. Kann ich ja mal nächstes Jahr ein Wochenende hinfahren, wenn Zeit ist. Also Apollozeit, versteht sich.

Alpenmischung

Nach dem Urlaub ist immer nicht so richtig Zeit, die ganzen Bilder zu sortieren. Kommt jetzt eben so stückweise, nach und nach. Und irgendwie unsortiert, zumindest heute. Einfach mal eine Mischung aus dem, was in den drei Wochen in den Alpen so zu sehen war. Mohrenfalter gab es massenweise. Bilder von denen kaum, weil ich sie meistens nur tagsüber sah. Heuschrecken gab es massenweise. Bilder nicht so, weil die ebenfalls tagsüber die Wanderwege belagerten und denn nicht immer Zeit war für ständige Pausen. Landschaft gab es auch überall, gutes Licht nur, wenn ich nicht da war. Oder wenn Häuser und Menschen zu sehen waren. Murmeltiere gab es hauptsächlich dann zu sehen, wenn das Tele nicht dabei war. Orchideen gab es kaum noch, logisch, falsche Zeit, daher blieb das 135er auch gleich zu Hause. Und dennoch sind da einige Bilder zusammen gekommen, die mir ganz gut gefallen.

Und das mit den Apollos, das hab ich ja schon erklärt... Hab ich auch mal mit dem Fisheye versucht. Ist so halb gelungen, weil die Nahgrenze nicht nah genug ist. Und Zwischenring geht nicht, weil die Nahgrenze denn zu nah ist und irgendwo im Objektivinneren liegt. Und Achromat geht nicht wegen Bildwinkel und fehlendem Filtergewinde. Ist nicht einfach. Muss ich mal noch etwas knobeln bis zur nächsten Apollosaison.

Farben

Hab ich vor zwei Jahren schon mal gesehen, diese Farben. In Italien, Gran Paradiso, morgens. Hat sich kaum was geändert, außer die Statisten im Vordergrund. Der Rest ist noch immer bunt und hübsch: weidenröschenviolett, eisenhutlila, sonnenaufgangsberghanggelborange und morgenhimmelblau. Die Perlmuttfalter sind im Hochsommer recht zuverlässig und sitzen da immer ziemlich dekorativ in der Botanik. Und dank hoher Berge außen ´rum kommt auch kein Stress auf, weil´s eventuell zu schnell zu warm ist. Ist eher zu lange zu kalt...

Besessenheit

Meine Apollo-Besessenheit hat dieses Jahr irgendwie ungesunde Ausmaße angenommen, denke ich. War doch bald etwas zu viel davon. Wobei ja die hier nun nicht geplant waren. Da konnte ich nix für. Die flogen halt doch noch herum in den Alpen, da, wo ich wandern wollte, obschon die Zeit schon recht weit fortgeschritten war. Recht weit oben allesamt, so Richtung Baumgrenze und teils auch deutlich drüber und kaum noch frisch. Einige fand ich aber, die noch gut aussahen. Schön dunkel bestäubt, wie es diese Höhenformen oft an sich haben. Sehen denn ziemlich edel aus, daher musste ich denn doch fotografieren.

 

Mittlerweile ist bei mir aber die Luft ziemlich raus, was so die allgemeine Fotografierlaune angeht. War doch wieder sehr viel, was dieses Jahr zusammen gekommen ist. Wird bestimmt ein lustiger Winter. Demnächst schau ich vielleicht noch nach den Gottesanbeterinnen, wenn´s Wetter passt. Und für Herbst und Winter hab ich mir vorgenommen, eher analog zu fotografieren, wenn überhaupt. Mal schauen.

bleiche Ritter

Hat tatsächlich geklappt mit Ritter Nr. 7 für dieses Jahr. Nu is denn aber endgültig rum, mehr geht nicht mehr. Hochalpen-Apollos hab ich recht oft gesehen, so einzelne. Ziemlich weit oben und fast alle schon ziemlich bleich. Kaum was frisches dabei und wenn doch, denn flogen sie lieber durch die Gegend. Einige Bilder hab ich, mehr so Belegfotos, als wirklich was gescheites. Gescheites hab ich noch von den Roten...

Raupen

Coole Raupen gab es in den Alpen. Saßen meistens nur irgendwie unvorteilhaft im ganz niedrigen Gemüse. An Fleischer´s Weidenröschen hauptsächlich. Und die sind ja nun nicht gar so hoch. Licht war auch irgendwie nix. Die Sonne kam erst kurz vor zehn am Talgrund an und war denn schon viel zu intensiv. Und nachmittags, wenn sie die Bergflanke auf der anderen Seite beleuchtete und man im Prinzp indirektes Licht hätte haben können, war ich noch oben. Wandern. Nur manchmal nicht, denn gab es aber immer Wolken und keine Sonne mit indirekt beleuchteten Raupen.

 

Die Raupen sind aber trotzdem schick. Sind Labkrautschwärmer in fast allen Stadien, Wolfmilchschwärmer und Fledermausschwärmer. Eine Raupe vom Kleinen Weinschwärmer hab ich noch gesehen, war an dem Tag aber gar kein Licht. Und was die Wolfsmilchschwärmerraupe da am Weidenröschen wollte, kapier ich irgendwie auch nicht. War schon genug Wolfsmilch für alle da, eigentlich.

Gran Paradiso

Die Ereignislosigkeit der letzten Zeit hier im Blog hatte verschiedene Gründe. Hauptsächlich den eines ausgedehnten Alpen-Wanderurlaubs im Parco Nationale Gran Paradiso. Verbunden mit weitgehend fehlender Internetverbindung, Problemen mit dem Tablet und Waterboarding des Handys. Ich hatte natürlich schon einiges an Fotoausrüstung dabei, auch wenn das Hauptaugenmerk tatsächlich eher dem Wandern und dem Überwinden opulenter Höhenunterschiede galt. Aber es gab erfreulicherweise dennoch genügend Gelegenheiten, die Ausrüstung auch zum Einsatz zu bringen. Gab Apollos. Sorry schon mal vorab, ist einfach ein schlechtes Jahr für Liebhaber der Abwechslung...

 

Gab aber auch lustiges Wetter. Überwiegend gutes Wetter sogar, manchmal aber auch interessantes. Und die Erkenntnis, dass Regen in Verbindung mit Wind oberhalb von 2600m schmerzhaft ist. Hat denn eine andere Konsistenz, der Regen und auch durchaus imposante Ausmaße. So die Tropfen, die da fliegen. Oder das, was weiter unten denn mal ein Tropfen wird. Gewitter gab es auch, kribbelnde Fußsohlen zum Glück aber nicht. Hatten doch genügend Abstand, die Gewitter, um sie tatsächlich auch fast genießen zu können.

 

Und es gab eine neue Erkenntnis, was die Ernährungsgewohnheiten von Füchsen betrifft: Die mögen Pfirsiche. Zumindest der Campingplatzfuchs mochte die und war ziemlich erfolgreich bei der Organisation von Pfirsichen aus dem Vorzelt. Murmeltiere gab es auch und Steinböcke und Gemsen und Bartgeier. Und Italiener. Überall. Die Italiener. Die Bartgeier und Gemsen und Steinböcke nicht. Kann also sein, dass hier demnächst wieder paar Apollobilder auftauchen. Oder paar andere. Mal sehen, wie das so voran geht, mit der Sortiererei.

Alpenveilchen ohne Alpen

Wieder mal was florales, so als Abwechslung. Alpenveilchen, aus Korsika. Die standen nicht in den Alpen, weil´s da ja keine Alpen gibt, aber schon in den Bergen. An den Hängen in den schattigen, kühleren Tälern und gern auch direkt auf dem Weg. Hat Vorteile, wenn sie auf dem Weg stehen. Kommt man gut ran. Licht war nicht so, war ja Schatten. Und Wald. Und Regenwetter. Passt aber zu denen, das Nichtlicht.

Ritterfalter Nr. 6

Neulich hab ich gedacht, dass ich dieses Jahr ja ganz schön viele Ritterfalter-Arten erwischt habe. Und denn dachte ich, hätte ich doch in der Provence bloß etwas mehr Energie darauf verwendet, die Segelfalter zu fotografieren, denn hätte ich noch eine Art mehr. Ha! Hab ich den ollen Störenfried auf Korsika ganz vergessen gehabt, der mir immer die Korsischen Schwalbenschänze verjagte. Den hab ich ja fotografiert. Sind es dieses Jahr also sechs Ritterfalterarten. Bisher. Den Hochalpenapollo hab ich noch nicht ganz abgeschrieben. Jedenfalls hab ich diese ganzen Überlegungen mal zum Anlass genommen, die paar gelungenen Segelfalterbilder zu bearbeiten.

November im Elsass

So, nun hab ich auch die Bestätigung per Mail bekommen und mach noch etwas Werbung:

 

Im November bin ich beim 3. Salon Photo Nature de La Wantzenau dabei. Zu sehen gibt es Bilder von 34 Naturfotografen. Ich zeige einige Orchideen und Schmetterlinge als Fine-Art-Drucke, eventuell auch noch einige Leinwandbilder, mal schauen. Letztes Jahr gab es da richtig coole Bilder zu sehen, lohnt sich auf jeden Fall, mal vorbeizuschauen. Also zumindest, wenn man nun nicht dafür extra 500 km fahren muss.

 

Eröffnung ist am Samstag, 03.11.2018 um 11:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Im Ort sind zwar Hinweisschilder aufgehängt, es war letztes Jahr dennoch nicht auf Anhieb zu finden, daher hier mal die Koordinaten:

48.654916, 7.834570

 

Und die Adresse:

Place du 19 mars 1962 / Quai des Bateliers, 67610 La Wantzenau, Frankreich

 

Link zum Veranstaltungsort:

http://www.lefildeau.fr/

 

Link zum Festival:

http://photofill.fr/salon-photo-nature/

 

Und so sah der Stand aus, ohne Besucher:

Italien

Der dreitägige Aufenthalt im italienisch-französischen Grenzgebiet ergab neben einer ziemlich coolen und ewig langen Mountainbike-Abfahrt über Schotterwege auch noch einige Gelegenheiten für Apollobilder. Diese allerdings nur auf der italienischen Seite. In Frankreich war Anfang Juli auf über 1500m noch gar nichts unterwegs.

 

Dafür hab ich endlich eine Paarung gefunden. Ist aber gestalterisch noch deutlich Luft nach oben: Die saßen mitten im Gemüse, waren bei der abendlichen Hitze (der Hang hatte ewig Sonne) nervös wie nix und zu allem Überfluss trennten die sich denn auch noch, als die Sonne endlich weg war. Das Weibchen flatterte nur kurz den Hang runter, das hab ich noch finden können. Das Männchen drehte einige sehr ausgiebige Flugrunden und verschwand denn oben über die Kante - Pech gehabt. Hab aber am nächsten Tag noch eins gefunden. Kommt denn in Teil zwei.

Abwechslung

Etwas Abwechslung zu den rot-weißen Flattertieren: Pyramiden-Hundswurze aus den italienischen Alpen. Hab ich aus purer Langeweile fotografiert. Der Hang, an dem die Apollos flogen lag ewig in der Sonne und so setzten die sich auch ewig nicht hin. Die Orchideen im Gegenlicht waren da ganz willkommen, als Zeitvertreib.

alle neune

Ich hab nur den einen Apollo im Verdon-Tal erwischt. Die anderen flogen lieber herum, daher weiß ich nicht, ob die andere Nummern hatten. Der frisch geschlüpfte hier trägt eindeutig eine "9". Also wenn man ihn richtig herum hält, versteht sich. Und keine Angst, bleibt der einzige Post mit Verdon-Apollos...

Bayern Teil 846...

Im Prinzip müsste hier jetzt ein Text stehen. Zu den Bildern. Ist aber warm...