Gesundes Neues!

Ein gesundes und glückliches neues Jahr wünsche ich euch. Möge es so entspannt werden, wie der Gesichtsausdruck des Tierchens da oben vermuten lässt. Und so friedlich.

 

Ich bin zurück mit einem Berg Bilder. War ja klar. Dass es mich derzeit gar nicht stört, ist allerdings unerwartet. War gut Wind da auf Helgoland, aber, und das ist neu, tatsächlich auch zwischendrin richtig geniales Licht. Ich kann´s kaum erwarten, mich die die viel zu vielen Bilder zu klicken, kaum zu glauben. So ´ne Pause zwischendrin ist tatsächlich hilfreich. Ist jetzt natürlich doof für euch, dass in nächster Zeit hier denn immer nur das gleiche zu sehen sein wird, aber was soll´s. Vorab mal nur das eine, ich bin aber optimistisch, dass ich noch ein paar weitere hervorkramen werde.

goldene Robben

...oder eher Robben im goldenen Morgenlicht. Also fast. Ist teils auch goldenes Nachmittagslicht. Hat dieses Mal tatsächlich schöne Tage gegeben, obwohl der Sturm am 03. und 04.01. natürlich auch recht beeindruckend war. Und sogar die Überfahrt verlief einigermaßen komplikationslos, meine Gesichtsfarbe betreffend. Hätte aber auch nicht noch länger dauern dürfen, weil´s zum Schluss doch hübsch wackelig wurde.

 

Die Robben jedenfalls waren knuffig wie immer, einige Besucher der Düne blöde wie immer und auch einer der dortigen Aufpasser hat offensichtlich niemanden, dem er mit seiner ganzen Weisheit auf die Nerven gehen kann, so dass er sich ständig ungefragt den überwiegend rücksichtsvollen Fotografen und Spaziergängern aufdrängte. Die, die sich deutlichst daneben benahmen in Sachen Mindestabstand hat er teils geflissentlich ignoriert und mittags, als es von Kurzzeitbesuchern nur so wimmelte und die eine oder andere Ansage durchaus sinnvoll gewesen wäre, war er denn vorübergehend verschwunden. Bei allem Respekt für die vermutlich oft nervige Aufklärungsarbeit, die die Naturschützer dort leisten - vielleicht sollte man nicht jeden Schlauberger mit übersteigertem Geltungsdrang anheuern. Dem erforderlichen Verständnis für die einzuhaltenden Regeln tut man damit keinesfalls einen Gefallen.

Robben - was sonst?

Hab noch welche. Derzeit sogar noch in unterschiedlichen Posen. Und ich hab gemerkt, dass ich mal wieder fast nur die eine Robbe fotografierte. Wird denn demnächst also noch weniger abwechslungsreich, falls ich noch mehr Bilder hochlade. Erwähnte ich, dass mir das Licht dieses Mal extrem gut gefiel? Wenn auch die Farben in diesem "Ganz-kurz-nach-Sonnenaufgang-bei-direkter-Sonne-und-am-besten-noch-im-Gegenlicht-Licht" nicht immer so die einfachsten sind. Sieht alles so extrem farbstichtig und warm aus, obwohl´s an sich ganz hübsch kühl war, da am Strand.

noch welche

Hmm. Ist jetzt doof, dass ich an sich schon alles geschrieben hab, zu den Robben. Alles, was dazu zu schreiben gewesen wäre. Schreib ich jetzt also nix mehr. Zu den Robben. Ist ja auch irgendwann mal gut. Nur Bilder hab ich noch. Weiß man ja nicht, wann das das nächste Mal passiert, dass ich Bilder hab...

nu ja

Jetzt ist es also doch passiert. Ich bin auf´s Rad gestiegen. Nur mal so. Ohne Kamera natürlich. Weil ich ja nicht fotografieren wollte. Nur etwas Radfahren. Und wie ich da so durch die Gegend fuhr und die Weißlinge und die Auroras flatterten und die ersten Dickköpfe und die letzten Pfauenaugen und Admirale und C-Falter vom Winter, da hab ich gedacht, so nur denen zuzuschauen ist ja auch ganz schön. So ganz ohne Hintergedanken und den zwanghaften Wunsch/Wahn, das Ganze irgendwie dokumentieren zu wollen. Ist so angenehm leicht, das Radfahren. Ohne Fotorucksack. Naja, jedenfalls flogen da auch so´n paar von den Kleinen Nachtpfauenaugen ´rum, also die Männchen. Sind schon schnell, die Männchen. Und wie ich fast am geplanten Endpunkt der Tour war, da saß denn so eins von denen am Damm. Und flog nicht. War auch ein Weibchen, die fliegen eher nachts. Da hab ich mich denn geärgert, weil ich die Kamera nicht mitgenommen hab, auf die Radtour. Und denn hab ich überlegt, ob ich mich weiter ärgern soll, oder doch die Kamera von zu Hause hole. Ärgern hat mir weniger gefallen, als die Radtourlänge zu verdoppeln, also bin ich nach Hause. Die Kamera hab ich auch gefunden und das Objektiv und noch eins und das Stativ und einen annehmbar vollen Akku. Und denn bin ich wieder los, wurde schon langsam Abend und irgendwann will ja so´n Nachtpfauenauge auch mal weg, also hab ich mich beeilt. Ist nicht so angenehm leicht, das Radfahren mit Rucksack. Sei´s drum. Sie saß noch, die Nachtpfauenaugen-Dame. Und hat mir einige wenige Fotos erlaubt, denn hatte sie genug und flog zum nächsten Apfelbaum. Ich nicht.

Alles kommt immer anders

Oder auch nicht.

 

Letzte Woche war ich an der Ardèche. Hab mich auf massig Orchideen gefreut. Weil letztes Jahr in den Baronnies gab´s ja massig Orchideen, als ich mich eher auf massig Falter freute. Dieses Jahr wollte ich auf jeden Fall Osterluzeifalter finden und Gelbe Auroras. Und Orchideen. In enormen Mengen und reichhaltiger Auswahl. War aber nix. Also fast nix, außer paar Spinnenragwurzen, einigen Helm-Knabenkräutern, die gerade erst aufblühten und einigen Brand-Knabenkräutern. Die Serapias waren nur sehr spärlich zu sehen und denn gab´s zwei Nächte mit Frost und es war um deren Blüten geschehen. Shit happens, sometimes.

 

Aber Falter gab es. Massig. Und Sturm, so richtig ordentlich sogar. Kann man nicht meckern, über den Sturm, wenn man den mag. Also an sich mag ich den ja schon gerne. Nur so zum Fotografieren der Faltermassen ist der einfach hinderlich. Und zum Radfahren auch, weil der ja denn immer von vorne kommt. Sind aber doch einige tatsächlich scharfe Bilder entstanden, von den Faltern. Und den paar Orchideen. Die zeig ich hier mal so nach und nach. Mit den Faltern fang ich an. Die Osterluzeifalter hab ich gefunden - beide Arten sogar. Hab ich mich sehr gefreut, über die kleinen Schmuckstücke. Sind natürlich nicht alle Bilder, da kommen noch welche nach. Wer mag, kann in den nächsten Wochen einfach mal in den Artengalerien nachschauen, da sollten die denn so nach und nach auftauchen.

Le Grand paon de la nuit

Der krönende Abschluss meiner Urlaubswoche: Am vorletzten Morgen fragte mich der Campingplatzbetreiber (Merci, Samuel!), ob ich die großen Schmetterlinge vorn neben den Lampen gesehen hätte. Hatte ich nicht. Ich war morgens an ihnen vorbeigeradelt, weil ich auf den Hügel wollte, um eine (nicht mehr vorhandene) Empusa zu fotografieren. Danach wieder runter und auf die Ausweichwiese, wo ein paar Scheckenfalter sehr dekorativ in den Margeriten saßen. Und denn, als ich auf dem Campingplatz gerade frühstücken wollte, hat er sie mir gezeigt, die großen Schmetterlinge. Boah. Hat er nicht übertrieben. Ging gar nicht größer. Zumindest nicht in Europa. Drei Stück saßen da im Gras und an der Lampe, die sie wohl in der Nacht angeflogen hatten. Alles Männchen eines sehr wunderbaren Falters, den ich bisher nur von Bildern und aus der Literatur kannte: Das Wiener Nachtpfauenauge. Ab zurück zum Zelt, den Fotorucksack und das Stativ geschnappt und los gings. Im Gras war das mal nix, also hab ich die mit einigem Respekt an den umliegenden Baumstämmen platziert, weil ich auch nicht wollte, dass da jemand drauftritt. Der größte und unversehrteste flatterte sich kurz warm und verdrückte sich gleich in die Krone eines Kirschbaumes. Mist. Aber sah gut aus, so im Flug - fast wie ´ne Amsel. Die anderen beiden blieben zum Glück sitzen, hatten aber mit dem inzwischen schon wieder deutlich zunehmenden Wind ganz ordentlich zu tun. Ist halt nichts, mit so großen Flügeln. Da hab ich denn eine Weile dran herumfotografiert. Und auch am Abend bei schönerem Licht noch einmal. War schon ein Erlebnis. Die Smaragdeidechse, die direkt neben der Lampe unter dem Stromverteiler wohnte, hab ich denn bei der Gelegenheit auch gleich noch fotografiert. Muss man eigentlich gar nicht weg vom Platz, wenn alles direkt dorthin geliefert wird ;-).

ziemlich gelb, die Auroras

Nachdem ich in den letzten Jahren immer zu spät dran war und, wenn überhaupt, nur einzelne Gelbe Auroras noch finden konnte, die zudem meist nicht mehr sonderlich hübsch waren, hat es dieses Jahr endlich geklappt: Gab richtig viele von ihnen und damit einhergehend auch genügend Möglichkeiten, über den Wind zu meckern. Die saßen nämlich bevorzugt an den Pflanzen, die an den windexponierten Hangkanten wuchsen. An sich standen die Futterpflanzen aber an jeder Ecke. Und lustigerweise fanden sich zumindest die Männchen recht oft zu Schlafgemeinschaften auf derselben Pflanze zusammen und waren trotzdem kaum zu erkennen. Die Tarnung ist nämlich ganz gut gelungen. Meist hab ich abends geschaut wo sie saßen, bin morgens hin und hab erstmal nichts gefunden. Muss man schon genau hinschauen, aber, wie gesagt, war ja genug Auswahl.

Widderchen

...gab´s auch schon. Zygaena rhadamantus flogen fast überall herum und ab Mitte der vorletzten Woche schlüpften die ersten Lavendel-Widderchen. Immer wieder hübsch anzusehen, die blauen Brummer.

eine Eidechse und zwei Orchideen

Die Helmknabenkräuter hab ich zwar fotografiert, aber eher lustlos. Zusammen mit der noch zu hoch stehenden Sonne und dem nicht wirklich idealen Blühstadium sehen die Ergebnisse denn auch so aus, dass ich die Bilder erst gar nicht bearbeite. Die Serapias waren noch vor der Blüte hinüber, davon hab ich auch keine Bilder. An die eine prächtige Ansammlung Kleiner Spinneragwurzen und die beiden nebeneinander stehenden Brand-Knabenkräuter hab ich mich denn aber mal bearbeitungstechnisch drangesetzt. Das Ergebnis seht ihr hier. Und auch die hübsche Campingplatzeidechse, von der es nicht mehr Bilder gibt, weil ich sie erst am vorletzten Tag entdeckte. Das eine gefällt mir aber, als Nicht-Eidechsenfotograf, trotz schon hartem Licht ganz gut.

Affen, Böcke und Schecken

Letzten Sonntag war´s, da war ich am Kaiserstuhl. Gibt da so Sachen, hab ich gehört. So Orchideen und Viecher. Stimmt. Gab Orchideen und Viecher. Und Fotografen. Riemenzungen und Affenknabenkräuter und Scheckenfalter und Schmetterlingshafte und Wollschweber und bestimmt auch noch mehr. Paar Bilder hab ich auch gemacht und mir denn auf der Rückfahrt einen netten Steinschlag geholt. Ist praktisch, muss man die Scheibe nicht putzen, wenn man die austauschen lässt. Wird wohl die Strafe dafür gewesen sein, dass ich mit dem Auto unterwegs war ;-).

Aliens

So, bevor der Mai nun auch schon wieder vorbei ist, schnell noch einigen Empusen-Bilder von der Ardèche. Scheinen da in jedem Busch zu hocken, gefunden hab ich trotzdem nur zwei. Die eine, weil sie gerade einen Segelfalter erbeutet hatte und ich daher auf sie aufmerksam wurde. Die andere entdeckte ich, weil sie sich im Thymian bewegt hatte, als ich vorbei lief. Skurrile Geschöpfe von bizarrer Schönheit.

Gotland

Gibt wieder paar neue Bilder, ich war ein einige Tage auf Gotland. Von der Anreise mal abgesehen finde ich es dort sogar schöner, als an der ohnehin schon coolen schwedischen Westküste. Und die Vorsaison hat den Vorteil, dass die Orchideen und die Seevögel Saison haben und die Touristen nicht. Leere Strände, überwiegend angenehmes Wetter, Orchideen ohne Ende, was will man mehr?

 

Ach ja, kommen noch paar Bilder nach. Ich muss erstmal sortieren...

Guckusko

Ich zeig mal einige der Orchideenbilder, damit Felix sich überlegen kann, ob er doch noch nach Gotland will ;-). Los geht´s mit dem Frauenschuh, der an einem Standort im Fichtenwald im mittleren Teil der Insel in großer Anzahl wächst. Das hatte denn auch eine recht große Anzahl Besucher zur Folge (also für so ein eher versteckt liegendes Reservat, meine ich), aber allein für den Anblick hunderter blühender Pflanzen lohnt sich der Besuch schon. Die waren überwiegend noch frisch, lediglich die exponierteren, der Sonne mehr ausgesetzten Exemplare waren schon etwas blasser. Aber genug Auswahl gab es dennoch und ich hab mir die kleineren Grüppchen ausgesucht, weil die einfacher zu bändigen waren. Und Mittag/früher Nachmittag ist nun auch nicht die ideale Zeit zum Fotografieren, ging aber dank der vielen Bäume und des Diffusors denn noch ganz gut. Guckusko ist übrigens der schwedische Name der Pflanze, klingt mal wieder lustig.

incarnata

Weiter geht´s mit den Gotland-Orchideen. Vier Arten blühten dort fast überall: Das Schwertblättrige Waldvöglein, Manns-Knabenkraut, Helm-Knabenkraut und das Fleischfarbene Knabenkraut. Letzeres in wirklich prächtigen Beständen und in drei (bzw. vier) Varianten. Neben der Nominatform incarnata mit eher blassrosa Färbung gab es sie in gleicher Zahl in der dunklen ssp. cruenta und nicht gar so häufig auch in der gelben ssp. ochroleuca. Also nach meinem schwedischen Orchideenbuch zumindest sind das Unterarten bzw. Variationen. Nach der neueren Literatur werden die inzwischen sogar als eigene Arten betrachtet. Und einige ochroleuca sind nicht ochroleuca, sondern ochranta und denn doch wieder nur eine Varition von incarnata. Ich blick´s nicht mehr so ganz... Und denn fand ich auch noch eine rein weiße Blüte. Nur ohne Licht. War so ein oller windiger Regentag, an dem man fotografisch fast nichts machen konnte.

 

Aber sonst ist das mit dem Licht dort ja ohnehin genial: Morgens weckte mich die Sonne gegen 4:20 Uhr, eine Viertelstunde später saß ich denn meist auf dem Rad, fuhr zu den Orchideen in der Umgebung und fotografierte so bis halb zehn. Da sind denn auch gar keine Autos unterwegs, nur jede Menge Gänse, Kiebitze, Brachvögel, Schnepfen, Kraniche und Kaninchen. Danach war das Licht denn eher für mitten im Wald zu gebrauchen, als für die Orchideen auf den Wiesen. Abends konnte man so zwischen 17 und 19 Uhr nochmal gut auf den Wiesen oder an den Straßenrändern fotografieren, danach war´s perfekt für die Felsküste und einige Landschaftsbilder bis halb elf abends. Zwei mal hat´s nachts/morgens geregnet, da hab ich mal ausgeschlafen. Wird aber überbewertet, der Schlaf.

Mordor

Einige Aufnahmen der imposanten Küstenfelsen (Raukar) hab ich inzwischen bearbeitet, daher heute mal keine Orchideen. Macht viel Spaß dort herumzukletten, den Seeschwalben zuzusehen und natürlich zu fotografieren. Zumindest abends, wenn die ganzen Tagesbesucher weg sind, die da teilweise mit Bussen herangekarrt werden und denn die Felsen für jeweils zehn Minuten in Beschlag nehmen, bevor die Tour weitergeht. Funny people.

linnei

Ging recht früh los, die Apollozeit dieses Jahr für mich. Gehofft hatte ich drauf, auf Gotland fündig zu werden. Wirklich realistisch war es eigentlich nicht. Die Flugzeit dieser Flachlandpopulation beginnt gewöhnlich Anfang Juli. Dass ich ein Weibchen am 10.06. finden konnte, war vor allem Glück in Verbindung mit gezielter Suche an einigen lohnenden und wärmebegünstigten Locations im Hinterland der Insel. Der noch unrealistischere Wunsch, einen Apollo mit Meereshintergrund bei Sonnenauf- oder Untergang zu erwischen wurde natürlich nicht erfüllt. Für die Flugstellen direkt an der kühlen und windigen Küste war es denn doch zu früh. Bleibt also ein Ziel für den nächsten Gotlandbesuch vielleicht mal etwas später im Jahr. Also nicht dieses Jahr, den Weg tu ich mir nicht zweimal im Jahr an.

Straßenbegleitgrün

Wenn der Blogtitel auf eine Orchideenart auf Farö zutrifft, denn auf das Schwertblättrige Waldvöglein. Das wuchs da in einigen Bereichen der Kiefernwälder fast als Bodendecker und auch bevorzugt an den lichtreicheren Straßenrändern. Hab ich denn irgendwann aufgehört, die zu fotografieren, auch wenn immer wieder hübsche, noch nicht zu sehr aufgeblühte dabei waren. Aber an der Riesengruppe kam ich einfach nicht vorbei. Zwei oder drei blühenden Pflanzen nebeneinander gab es recht häufig, so´n Strauß wie da oben war aber die absolute Ausnahme. Wenn auch ´ne schöne.