Rot und Schwarz

Apollos!


Einen Besuch in den Alpen zur richtigen Jahreszeit verbinde zumindest ich immer mit der Hoffnung, Apollos sehen zu können. Ich mag ihren eleganten Flug und ihre majästetische Erscheinung und bin glücklich, wenn ich einen (oder gar mehrere) von ihnen sehe. Schwierig wird´s mit dem Fotografieren. Tagsüber kann man sie zwar oft sehen, an Fotos ist das harten Lichts wegen aber kaum zu denken. Und sie zu finden, wenn sie sich zur Ruhe begeben, fällt mir irgendwie immer sehr schwer - trotz der eigentlich recht auffälligen Größe. Und hat man sie dann gefunden, ist die Zeitspanne zum morgendlichen Fotografieren eher kurz, weil sie keine so lange Aufwärmphase benötigen, wie viele andere Falter und lieber dem Diffusor durch einen schnellen Start zu entkommen versuchen. Mit Glück sind dann noch zwei oder drei weitere Bilder am neuen Ansitz möglich, mit Pech reichte die kurze Zeit in direkter Sonne aus, um sie zu einem ausgiebigen Flug über Wiese oder Hang zu animieren. Es hat dieses Mal aber mit einigen Bildern geklappt, die ich für ganz gelungen halte. Die merkwürdige Flügelhaltung des einen Schwarzen Apollos beruht offenbar auf einer Verletzung des Tieres. Er hat auch am Hinterleib eine Wunde, wohl durch eine Vogel-Attacke, konnte aber dennoch gut fliegen, wie ich nach einigen Aufnahmen feststellen durfte.