Kalk

Jede Menge Kalk sogar. Es gab harten Kalk. Und weichen Kalk. Ziemlich glibschigen und rutschigen Kalk. Und so ein paar Kalkhügel, bei denen man das Gefühl hatte, beim Zerbröseln zuschauen zu können. Und es gab da eine halbe Stunde hinter´m Campingplatz leicht bergan so einen hübschen Pass, an dem nur ganz wenig wuchs auf dem Kalk. Nachdem ich da einen Morgen und zwei Abende auf gutes Licht wartete, wusste ich denn auch, warum da nichts wächst. Ist einfach verdammt windig, an der Stelle. Also so windig, dass ich nicht mal traute, das Stativ mit der Kamera einfach stehenzulassen, ohne es festzuhalten. Geht auch ganz gut durch die Klamotten, der Wind. Wenn man da so ´rumsteht und wartet. Am letzten Abend kam auch noch eine Gemse vorbei. Ist nur dank Weitwinkel lediglich in Sensordreckgröße auf dem Bild. Weil ein Tele kann man sich ja sparen, wenn es denn ohnehin nur Landschaftsbilder werden sollen. Naja, ich werd da bestimmt noch mal hinfahren. Und dann isse dran, die Gemse. Falls die Hügel bis dahin noch nicht komplett zerbröselt sind...