Neotinea lactea

Die ersten zwei Tage meines Kurztrips verbrachte ich auf der Suche nach dem Milchweißen Knabenkraut in der Plaine des Maures. Ich wusste von den verheerenden Waldbränden letzten Sommer in dem Gebiet, fuhr auf gut Glück aber dennoch hin. Auch, weil ich mir für den zweiten Teil die Cote Bleue vorgenommen hatte und einfach hätte weiterfahren können, wenn´s denn nix wäre.

 

Und ja, es sieht recht apokalyptisch aus dort. Gerade auch deshalb, weil ich die Gegend ja von meinem Serapias-Trip 2019 noch gut in Erinnerung hatte. So schätzungsweise 1/3 des Gebietes ist komplett abgebrannt, die prächtigen Schirmkiefern und Korkeichen haben die Feuer nur zu kleinen Teilen überstanden. Vieles steht verkohlt in der Gegend, andere Bäume sind inzwischen umgestürzt. Die Frühlingsblumen wie Iris und Anemonen treiben aus den Rhizomen aber wieder aus, auch die Cistus-Sträucher kommen neu. Die Orchideen scheinen es auch überstanden zu haben. Die ersten Serapias begannen zu blühen und Robert´s Mastorchis stand an vielen Stellen. Die ohnehin nicht häufigen Milchweißen Knabenkräuter fand ich allerdings nur auf nicht abgebrannten Flächen. Und glücklicherweise entlang der Straßen, da das Gebiet bis September diesen Jahres für Besucher gesperrt ist, um die Regeneration zu unterstützen. Hält sich zwar kaum jemand an die Verbotsschilder, ich aber schon.

Das Licht war die ersten Tage noch überwiegend gut, es gab nur den üblichen Frühjahrswind, so dass ich paar hübsche Aufnahmen zusammenbekommen habe. Heute mal die hier, hab aber noch mehr.

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